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CSP 🍎 Community 🍐 Supported 🍏 Permaculture

Nahrungsmittelproduktion, Nachwachsende Rohstoffe und Wissenstransfer im Musterbauernhof und Schulungszentrum zu Solidarischer Regenerativer Landwirtschaft ausgelegt für eine Gemeinschaft von 200 Personen auf 68 ha 

Projektarbeit von Thomas Finger im Rahmen eines Permakultur-Design-ZertifikatKurses nach Bill Mollison

Dozent: Christoff Schneider, August 2021

Inhalt

  1. A1 Plakat mit Geländedesign
  2. Ziele und Vision
  3. Absicherung der wichtigsten 6 Funktionen durch mehrere Elemente 

Link zur Grafik: A1 Plakat mit Geländedesign

 

Ziele und Vision

Diese Projektarbeit soll beispielhaft aufzeigen, wie unsere aktuelle industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion schnell durch ökologische, lokale und resiliente SoLaWi-Projekte (SoLaWi = Solidarische LandWirtschaft) ersetzt werden kann. 

Diese bessere Art der Landwirtschaft hat auch viele positive Effekte auf weitere regionale (wirtschaftliche) Entwicklungsmöglichkeiten, sowie auf den Klimaschutz.
Es handelt sich um ein fiktives Projekt, wobei das Gelände und dessen Topographie, tatsächlich in Thüringen vorhanden ist. 

Ein wesentlicher Ausgangspunkt der flächenmäßig skalierbaren Gelände-Auslegung für eine Gemeinschaft von 200 Personen, ist die gleichmäßige Aufteilung der gesamten forst- und landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland auf die Gesamtbevölkerung. 

Pro Einwohner*in in der BRD stehen somit ca. 2000m² Ackerfläche & 1400m² Wald zur Verfügung. Bei der Aufteilung der weltweiten Ackerfläche auf die gesamte Weltbevölkerung, ergeben sich ebenfalls rund 2000m² pro Person, weitere Informationen finden sich hierzu beim Weltacker-Projekt unter: https://2000m2.eu


Bei der Solidarischen Landwirtschaft kooperiert normalerweise eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Partner-Landwirten. Die Verbraucher geben eine Abnahmegarantie für die Produktion und werden im Gegenzug auf verschiedene Weise in die Produktion einbezogen.

Bei diesem Beispiel-Projekt soll aber ohne bereits vorhandene Höfe bzw. Landwirt*innen eine SoLaWi von Grund auf neu entwickelt werden. Ähnlich der GartenCoop in Freiburg, organisieren sich die Gruppe von Verbraucher*innen ihren Lebensmittelanbau selbst und baut die notwendige Infrastruktur selbst auf, siehe auch: https://gartencoop.org 


Als Organisationsform bietet sich hierbei eine Genossenschaft an, da diese nicht profitorientiert ist und sich so gut basisdemokratische und gemeinwohlorientierte Strukturen umsetzten lassen.
 

Durch die optimale Anwendung der Permakultur-Design-Prinzipien, erwirtschaftet das Projek Überschüsse, da für die jährliche Versorgung einer Person, weit weniger als 3400m² benötigt werden, selbst wenn es Ernteausfälle geben sollte.
 

Neben der Nahrungsmittelproduktion werden auf der CSP Musterfarm auch Nutzpflanzen kultiviert, so dass Rohstoffe für weitere Konsumgüter zur Verfügung stehen. Es können dann in verschiedenen eigenen Werkstätten z.B. Webstoffe/Textilien, Möbel oder anderes Kunsthandwerk manufakturell
hergestellt werden.
In der Regenerativen Landwirtschaft wird die Regeneration des Bodens und der Biodiversität in den Mittelpunkt gestellt. Kompostierung mit Beigabe von Pflanzenkohle und Humusaufbau bzw. die Entwicklung Terra Preta ähnlicher Böden sind daher kontinuierlich angewendete landwirtschaftliche Praxis. 

Die benötigte Pflanzenkohle wird in einer eigenen Pyrolyseanlage hergestellt, wobei der Atmosphäre große Mengen CO2 entzogen und durch den Humusaufbau langfristig fixiert werden. Die benötigte (holzige) Biomasse stammt von Kurzumtrieb, von schnell nachwachsenden Nutzpflanzen, aus dem Wald, von Ernteabfällen, Obstschnitt etc.
Diese Maßnahmen tragen sowohl zum Klimaschutz, als auch zur Erhöhung der Fruchtbarkeit und somit zur Ertragssteigerung bei. Es wird ebenfalls die Schließung der Nährstoffkreisläufe und somit die Unabhängigkeit von externen Dünger-Quellen angestrebt.

Nutztiere dienen nicht alleine als in-/ direkte Nahrungsquelle, sondern erfüllen vielfältige Funktionen, z.B. bei der biologischen Schädlingsbekämpfung, als Woll-Lieferant, beim Transport bsw. als Ersatz für die Maschinennutzung, bei der Düngung, dem Humusaufbau oder der Bodenbearbeitung.
 

Um das permakulturelle Wissen und den sich ständig erweiternden praktischen Erfahrungsschatz schnell weiterverbreiten zu können, vor allem auch damit weitere neue CSP-Projekte ins Leben gerufen werden können, gibt es ein zentrales Gebäude für Schulungen und Workshops. Auf dem gesamten Gelände soll es Lehrpfade und Erklärtafeln geben, so dass Besucher an jedem Ort erfahren können warum und wie etwas praktiziert wird. Es wird ein reger Austausch mit lokalen
und überregionalen Partnern und weiteren Akteuren angestrebt.


Absicherung der wichtigsten 6 Funktionen durch mehrere Elemente

Die sechs Funktionen:

  • 1 = Wissen
  • 2 = Nahrung
  • 3 = Schutz
  • 4 = Energie
  • 5 = Wasser
  • 6 = Vernetzung

Die verschiedenen Elemente der 5 Zonen und ihre Funktionen...

Zone 1

  • Alle Dächer sammeln Regenwasser (5)
  • Schulungsgebäude (1356)
  • Nutztierställe (2345)
  • Fischteich (245)
  • Insektenzucht (12)
  • Scheune (2345)
  • Keller-Pilzzucht (2)
  • Werkstätten (16)
  • Küche/ Bäckerei (126)
  • Gewächshaus (2345)
  • Schaugärten (126)
  • Küchen-& Kräutergarten (2)
  • Obst-/Nuss-Bäume Sträucher Essbare Hecke (234)
  • Pflanzenkläranlage (5)
  • Wege mit Wasserkanälen (56)

Zone 2

  • Kompostplatz mit Pyrolyseanlage/BHKW (124)
  • Gewächshäuser (2345)
  • Obst-/Nuss-Bäume Spalierobst Sträucher Essbare Hecke Streuobstwiese (234)
  • Gemüsegarten (2)
  • Kleintiere (2)
  • Pilzzucht (2)
  • Imkerei (2)
  • Kurzumtrieb-Streifen (34)
  • Essbares Labyrinth (23)
  • Wege (mit Wasserkanälen) (56)

Zone 3

  • Landwirtschaft mit Polykulturen / Fruchtwechsel / Gründüngung (23)
  • Waldgärten (234) 
  • Keylinedesign (35)
  • Dämme und Fisch-Teiche (25)
  • Wege (mit Wasserkanälen) (56)
  • Kurzumtrieb-Streifen (34)
  • Grillhütte (36)

Zone 4

  • Wald (2345)
  • Waldgärten (234)
  • Kurzumtrieb-Streifen (34)
  • Landwirtschaft mit Polykulturen / Fruchtwechsel / Gründüngung / Weidewirtschaft (23)
  • Keylinedesign (35)
  • Dämme und Fisch-Teiche (25)
  • Wege (mit Wasserkanälen) (56)

Zone 5

Naturzone, Wildnis, Ruheraum für Mensch und Natur
 

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